Bogenwald
Legenden der Tiefe

Rauchschwaden und gedämpfte Rufe drangen aus dem lang vergessenen Dorf bis zum Waldrand hinüber.

Das Wetter meinte es diese Tage nicht gut mit den Neuankömmlingen – ein stetiger Nieselregen machte es umso dringender die teilweise eingefallenen Dächer und mit Moos überwucherten Fenster in Stand zu setzen.

 

Er hatte sich schon lange gefragt, wann sie kommen würden. Wann sie den Ruf vernommen würden. Wann sie sich dieses vermeintlich verlassene Fleckchen Land aneignen würden.

Ein wölfisches Grinsen verzog seine Mundwinkel. Eine Gefühlsregung, die er schon lange nicht mehr gespürt hatte.

Sie wussten nicht, was unter ihren Füßen alles für Geheimnisse aus längst vergangenen Tagen lagen – schlummernd und nur darauf wartend, dass man sie weckte.

Dass sie sich nicht sonderlich um die diffusen Warnungen aus dem was einst gewesen war scherten hatten sie schon zum letzten Schleiermond bewiesen.

Als ihre Unbedarftheit in der Nacht der Mysterien es ihm erlaubt hatte sie zurückzubegleiten.

 

Tief sog er die Luft ein, die geschwängert war von den Ausdünstungen einer entstehenden Besiedlung. Holzrauch und schwitzendes Fleisch – untermalt vom Lied

des pulsierenden Blutes in ihren Adern. Wie lange hatte er dieser Sinneseindrücke entbehren müssen.

Er genoss die Symphonie des Lebens, die die Menschen auf der großen Lichtung vor ihm für ihn spielten. Und nicht nur er roch, schmeckte und hörte sie.

 

Ein leises, hasserfülltes Murmeln rollte durch das düstere Dickicht hinter ihm. Eher dissonantes Kratzen als Worte – wie dornenbewehrte Zweige, die vom Sturm über Fensterscheiben gepeitscht werden.

Doch es waren nicht die Neuankömmlinge, die seine Kreaturen hassten. Er selbst war es.

Nur nütze es ihnen nichts.

Und nun würde er ihren Hass nutzen. Ihn gegen die Menschen wenden, die meinten, hier wieder Fuß fassen zu können. Die eines Tages zu tief graben und damit die Legenden der Tiefe heraufbeschwöre würden.

 

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Das Dorf Jyrlund erwacht zum ersten Mal seit unzähligen Jahren wieder zum Leben.

Wo vorher nur geisterhafte Gestalten herumstrichen, entsteht nun wieder eine neue Siedlung.

Doch dies bleibt natürlich nicht unentdeckt. Diverse Mächte auf Siofra werden versuchen Einfluss auf die Neuankömmlinge auszuüben

und ihnen entweder zum Guten oder Schlechten zu gereichen.

 

Kann dieses Dorf in einem Wald voll düsterer Märchen aus alten Zeiten bestehen?

 

Veranstaltungsinformationen

 

Zeitraum: 24.-28. August 2022 (verschobener Termin auf Grund Corona-Restriktionen)

Anreisen könnt ihr ab Mittwoch, dem 24. August.
Wir bieten auch eine Frühanreise ab Dienstag, den 23. August, für einen Aufpreis an.

 

Künstler nehmen vor der verbindlichen Anmeldung bitte Kontakt mit uns auf.

Wenn wir überein kommen bekommt ihr ein Passwort von uns, mit dem ihr euer Ticket kaufen könnt.

 

Selbstversorger-Veranstaltung.

Anmeldung

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